URSPRUNG:

Niederlande

 

 

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN OFFIZIELLEN STANDARDS:

13. Oktober 2010

 

 

VERWENDUNG:

Jagd- und Begleithund, welcher zum Anlocken von Enten benutzt wird.

 

 

KLASSIFIKATION FCI:

Gruppe 8 Apportierende, Stöbernde, Wasserhunde Sektion 2 Stöbernde Ohne Arbeitsprüfung

 

 

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:

Im Jahr 1942, während des zweiten Weltkrieges, hat die Baronin van Hardenbroek van Ammerstol begonnen diese Rasse wieder aufleben zu lassen. Sie gab ein Bild vom Typ des Hundes, den sie suchte, an einen Hausierer und bat ihn nach solchen Hunden Ausschau zu halten. Er fand eine Hündin, die nun allgemein unter dem Namen Tommy bekannt ist, in der Provinz von Friesland. Diese Hündin wurde die Ursprungshündin des Kooikerhondje. Der vorläufige Standard wurde vom "Raad van Beheer" im Jahr 1966 genehmigt und seit 1971 ist die Rasse offiziell anerkannt. Der Kooikerhondje wurde und wird noch immer beim Entenlocken benutzt. Seine Aufgabe ist es nach wie vor die Enten mit seiner fröhlich wedelnden Rute in den Köder anzulocken; er jagt die Enten nicht. Er bewegt sich ruhig zwischen den Köder Trennwänden um die Enten neugierig zu machen und sie dann mehr in die Köder Tunnel hineinzulocken, wo die Enten dann in einer Falle gefangen werden. Sie werden entweder für den Tisch getötet oder beringt für ornithologische Forschungen.

 

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:

Der Kooikerhondje ist ein harmonisch aufgebauter orange-roter, mehrfarbiger kleiner Jagdhund mit nahezu quadratischem Körperbau. In der Bewegung trägt er seinen Kopf hoch und die gut befederte, fröhliche Rute wird gerade oder oberhalb der Rückenlinie getragen. Die Ohren haben schwarze Haare an den Spitzen, die sogenannten Ohrringe. Der Hund wird im natürlichen, ungeteilten Haarkleid vorgeführt.

 

 

WICHTIGE PROPORTIONEN:

Die Körperlänge von der Spitze der Schulter (Scapula-Humeral Gelenk) bis zum Sitzbeinhöcker kann etwas länger als die Widerristhöhe sein. Schädel und Fang sind ungefähr gleich lang.

 

 

VERHALTEN/CHARAKTER WESEN:

Lebhaft und aktiv, selbstbewusst und mit ausreichend Ausdauer und Durchhaltevermögen, gutartig und aufmerksam, aber nicht lärmend. Die Rasse ist zuverlässig, gelassen und freundlich.

 

 

KOPF:

Der Kopf ist von mäßiger Länge, der allgemeinen Erscheinung angepasst, trocken mit sanften Linien.

 

 

OBERKOPF:

Schädel: Genügend breit, mäßig gewölbt.

Stop: Im Profil deutlich sichtbar, doch nicht zu tief.

 

 

GESICHTSSCHÄDEL:

Nasenschwamm: Schwarz und gut entwickelt.

Fang: Im Profil gesehen nicht zu tief und etwas keilförmig; von oben gesehen nicht zu stark zugespitzt und unter den Augen gut ausgefüllt.

Lippen: Vorzugsweise gut pigmentiert, gut geschlossen und nicht überhängend.

Kiefer/Zähne: Scherengebiss, komplettes Gebiss ist wünschenswert. Zangengebiss zulässig aber weniger erwünscht.

Augen: Mandelförmig, tiefbraun mit freundlichem , aufmerksamen Ausdruck.

Ohren: Von mittlerer Größe, etwas über einer gedachten Linie von der Nasenspitze durch den Augenwinkel angesetzt. Dicht an den Wangen ohne Falte herabhängend. Gut befranst, schwarze Haarspitzen ("Ohrringe") höchst erwünscht.

 

 

HALS:

Gut bemuskelt, von ausreichender Länge und trocken.

 

 

KÖRPER:

Obere Profillinie: Sanfte Linie vom Widerriet bis zur Rute.

Rücken: Kräftig und gerade, ziemlich kurz.

Lenden: Von ausreichender Länge und Breite, gut bemuskelt.

Kruppe: Etwas abfallend und ausreichend breit; die Länge der Kruppe sollte 1.5 der Breite betragen.

Brust: Bis zu den Ellenbogen reichend mit genügender Rippenwölbung. Ausreichend entwickelte Vorbrust. Untere Profillinie und Bauch: Etwas zur Lende aufgezogene Bauchpartie.

 

 

RUTE:

Im Anschluss an die Rückenlinie angesetzt. Auf Höhe der Rückenlinie oder geraden (fröhlich). Mit einer weißen Fahne gut befeuert. Der letzte Ratenwirbel soll bis zum Sprunggelenk reichen.

 

 

GLIEDMAßEN VORDERHAND:

Schulter: Schulter ausreichend abfallend um eine klar fließende Linie vom Hals zum Rücken zu schaffen.

Oberarm: Gut gewinkelt zum Schulterblatt, welches von gleicher Länge ist.

Ellenbogen: Gut am Körper anliegend.

Unterarm: Gerade und parallel, kräftige Knochen von ausreichender Dicke und Länge.

Vordermittelfuß: Kräftig und leicht geneigt.

Vorderpfoten: Klein, leicht oval, kompakt mit gut geschlossenen Zehen, die nach vorne zeigen.

 

 

HINTERHAND:

Allgemeines: Gut gewinkelt, gerade und von hinten gesehen parallel. Kräftige Knochen.

Oberschenkel: Gut bemuskelt.

Unterschenkel: Gleich lang wie der Oberschenkel.

Sprunggelenk: Tief gestellt. Hinterpfoten: Wie die Vorderpfoten.

 

 

GANGWERK / BEWEGUNG:

Sollte fließend und federnd sein, gut ausgreifend und mit gutem Schub. Läufe parallel.

 

 

HAARKLEID:

 

HAAR:

Mittellang, leicht gewellt oder glatt und dicht anliegend. Weiches Haar. Gut entwickelte Unterwolle. Vorderläufe sollten mäßige Fransen haben, welche bis zu den Fußgelenken reichen. Hinterläufe sollen ziemlich lange befeuerte Hosen haben; keine Befederung unterhalb der Sprunggelenke. Das Harr am Kopf, vorne an den Läufen und an den Füßen soll kurz sein. Ausreichende Befeuerung an der Unterseite der Rute. Längeres Haar an der Kehle und an der Vorbrust. Ohrringe (lange fransige schwarze Haarspitzen) sind höchst erwünscht.

 

FARBE:

Klar abgegrenzte Flecken von reiner orange-roter Farbe auf weißem Grund, obwohl ein paar kleine Flecken an den Beinen akzeptiert werden. Die orange-rote Farbe sollte überwiegen. Etwas schwarzes Haar, welches sich mit der orange-roten Farbe vermischt und eine leichte Form der Tüpfeln sind akzeptabel aber weniger erwünscht. Kopfzeichnung: Eine deutlich sichtbare weiße Blesse bis runter zur Nase. An den Wangen und rund um die Augen sollte Farbe sein. Eine Blesse, die zu eng oder zu breit ist oder nur ein teil-farbige Wangen sind weniger erwünscht. Ein schwarzer Ruten-Ring, wo die Farbe von orange-rot in weiß übergeht ist erlaubt.

 

GRÖßE:

Ideale Widerristhöhe: Rüden: 40 cm, Hündinnen 38 cm Toleranz: 2 cm über oder 3 cm unter der Idealgröße sind zugelassen.

 

 

 

Quelle: www.fci.de